0070 – Das Beispiellose als Begleiter des Leitmedienwechsels

Shoshana Zuboff beschreibt in ihrem bemerkenswerten Buch „Der Plattformkapitalismus“ eine Situation aus ihrem Leben: Bei einem Wohnungsbrand in ihrem Haus waren in einigen Räumen noch keinerlei Flammen vorhanden. Shoshana Zuboff wollte in dieser Situation noch Fotoalben ihrer Familie retten. Kaum hatte Sie das Haus verlassen hatte, ging dieses explosionsartig in Flammen auf.

Flamme in der Luft

Bild von Pexels auf Pixabay

Was Shoshana Zuboff hier beschreibt, hört sich nach einer Rauchgasexplosion (Backdraft) an – bei Feuerwehrleuten gefürchtet: Unter Sauerstoffmangel bilden sich bei einem Brand entzündliche Rauchgase. Ist eine geeignete Zündquelle vorhanden (z.B. ein Glutnest) und wird dann z.B. durch dass Öffnen eines Fenster Sauerstoff bereitgestellt, kann sich das Rauchgas explosionsartig entzünden. Mit diesem Wissen im Hintergrund erscheint Shoshana Zuboffs Verhalten nicht nachvollziehbar – und wahrscheinlich hätte sie sich selbst nicht so verhalten im Wissen um den Ernst der Lage.

Die Situation war aber für sie auf Basis ihrer bisherigen Erfahrungen beispiellos. Diese Beispiellosigkeit erklärt ihr aus unserer Sicht unvernünftiges Verhalten. Ihre kleine Anekdote zeigt grandios die Struktur des Beispiellosen. Die Geschichte der Entwicklung von Technologie ist geprägt vom Beispielosen und teilweise grotesk falscher Einschätzungen von Experten oder Firmenbossen.

Hier einige in sozialen Medien oft bemühte Beispiele:

Dieses Telefon hat zu viele Schwächen, als dass man es ernsthaft für die Kommunikation in Erwägung ziehen kann. (internes Memo von Western Union 1876)

Internet wird kein Massenmedium. . (Max Horx, Zukunftsforscher 2001)

Das Abonnement-Modell für den Kauf von Musik ist gescheitert. . (Steve Jobs, CEO von Apple 2003)

Aus heutiger Sicht klingen diese Einschätzungen skurril. Aus der jeweiligen Zeit heraus erschienen die Reaktionen jedoch durchaus nachvollziehbar, was mit ihrem beispiellosen Charakter zu tun hat. Das Beispielose passt nicht zu den gängigen Verhaltensmustern einer Gesellschaft. Es ist völlig normal und nachvollziehbar, dass im Verhalten zum Beispiellosen Fehler geschehen. Diese Fehler sind jedoch wichtig, um auf Dauer geeignetere Verhaltensmuster entwickeln zu können.

Sie werden in den Bildungscommunities im Internet auf Menschen treffen, die Diskurse um Digitalität im Kontext von Schule maßgeblich prägen. Einigen ist gemein, dass sie zumindest rhetorische Strategien entwickelt haben, mit dem Beispiellosen umzugehen. Sie ziehen sich entweder auf eine deskriptive (rein beschreibende) Haltung zurück, oder entlarvenz.B. durch Kritik Verhaltensmuster anderer auf das Beispiellose als skurril und unlogisch. Damit gehen sie nicht das Risiko eventueller Fehleinschätzungen ein, leisten meiner Ansicht nach aber auch keinen Beitrag zur Entwicklung geeigneter Verhaltensmuster in der Gesellschaft. Auch diese rhetorische Strategie ist übrigens beispiellos.

Das Internet und seine Geschichte sind durchdrungen vom Beispiellosen. Die Gesellschaft hat an vielen Stellen noch keine Strategien des Umgangs damit entwickelt – vieles wird gerade erst verhandelt und unsere gewohnten Kommunikationsstrukturen scheinen dieser Aufgabe oft genug nicht gewachsen. Das liegt nicht zuletzt an der im Vergleich zur Typografie geradezu – historisch übrigens beispielslos – rasanten Entwicklung des Internets, über die Sie im nächsten Kapitel etwas erfahren werden.

0060 – Digitalität oder das Zeitalter der uneingeschränkten Vernetzung

Im Jahre 2009 rief Eric Whitacre – ein US-amerikanischer Komponist und Dirigent – den Virtual Choir ins Leben. Inspiriert durch eine musikalische Interpretation eines seiner Stücke durch Melody Myers – einer Youtuberin – entwickelte sich das Projekt in den nächsten Jahren zu ungeahnter Größe:

Bei diesen Projekt nehmen sich Menschen vor ihren heimischen Geräten beim Einsingen einer Chorstimme auf. Die Videos werden zentral eingesendet und zu einem großen Chor zusammengeschnitten. Bereits der erste Durchgang des Virtual-Choir-Projektes nahmen Sängerinnen und Sänger aus über 40 Nationen teil. Der Ursprungsimpuls kam aus dem Netz, die Organisation des Projektes erfolgte über das Netz, die spätere Distribution erfolgte über das Netz. Derartige Projekte sind ohne das Netz und seine ihm innewohnenden Vernetzungsmöglichkeiten undenkbar.

  • Um an einem solchen Projekt teilnehmen zu können, benötigen Menschen Fähigkeiten:
  • Sie müssen Laute produzieren (Singen) und sprechen können (Artikulieren)
  • Sie müssen lesen können (in diesem Fall eine Chorpartitur)
  • Sie müssen filtern können: Wer ist dieser Eric? Lohnt sich dieses Projekt für mich?
  • Sie müssen mit digitalen Geräten umgehen können.
  • Sie müssen auf Plattformen vernetzt sein, um von einem solchen Projekt zu erfahren.
  • usw.

Sie benötigen demnach alle Kulturtechniken, die für die Entwicklung von Gesellschaft bisher relevant waren – und noch einige mehr. Das Zeitalter der Digitalisierung ist das Zeitalter der Netzwerke.

Symbolische Darstellung der Netzwerkära

Symbolische Darstellung der Netzwerkära

Im Zeitalter der Digitalisierung interagieren nicht mehr nur die Institutionen untereinander, sondern erstmals auch Individuen in sogenannten sozialen Netzwerken. Während es in der Ära der Typografie aufwändig war, als Einzelstimme zu publizieren und gehört zu werden, ist das in sozialen Netzwerken zumindest technisch ganz einfach – aber nicht voraussetzunglos.

Prinzipiell kann jeder Mensch nicht nur konsumieren, sondern auch eigene Inhalte publizieren. Axel Bruns (Bruns, Axel (2009) Produtzung : Von medialer zu politischer Partizipation. In Bieber, Christoph, Eifert, Martin, Groß, Thomas, & Lamla, Jörn (Eds.) Soziale Netze in der digitalen Welt: Das Internet zwischen egalitärer Teilhabe und ökonomischer Macht. Campus Verlag, Frankfurt, pp. 65-86) prägte bereits 2009 dafür den Begriff des Produtzers.

Das klingt auf den ersten Blick nach unglaublichen Freiheiten und neuen Möglichkeiten. Greta Thunberg und die fridays4future-Bewegung nutzen soziale Netzwerke meisterlich, um ihre Inhalte zu setzen und damit politische Diskurse in ganzen Ländern zu bestimmen.

Spannend ist, wie diese neuen Möglichkeiten auf Kultur und Gesellschaft auswirken können und wie etablierte Mechanismen aus anderen Leitmedienzeitendabei ineinandergreifen.

Der YouTuber Rezo veröffentlichte Mitte Mai 2019 ein Video namens Die Zerstörung der CDU (Mittlerweile 16 Millionen Klicks), in dem er mit der Politik der Volksparteien abrechnete.

In der Folge ging ein politischer Ruck durch die Bundesrepublik Deutschland: Die Volksparteien CDU und SPD musste in Wahlen erdrutschartige Verluste hinnehmen. Markus Beckedahl schrieb über ein älteres Video Rezos:

Für ältere Semester ist der Präsentationsstil sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber inhaltlich ist das richtig guter, bissiger, junger Journalismus mit Haltung. Auf den Punkt. Mit valider Medienkritik. Und Humor. Das macht Spaß – und ist überaus kritisch.

Auffällig ist das Wort Journalismus. Rezo ist ein sogenannter Influencer auf Youtube, kein gelernter Journalist. Im Zeitalter der Typografie funktionierte Journalismus anders: Inhalte wurden von Journalisten recherchiert, redaktionell gefiltert, um dann über Print- oder audiovisuelle Medien in die Öffentlichkeit gebracht zu werden. Rezo als Produtzer hat es ohne diese etablierte Struktur in die Öffentlichkeit geschafft und Konsequenzen ausgelöst, von denen viele etablierte Journalisten bisher nur träumen konnten. Spannend ist weiter, dass traditionelle Publikationsmedien wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk oder überregionale Zeitungen erheblich zur Popularität von Rezos Video beigetragen haben dürfen – allein durch die bloße Berichterstattung wurde auch Bevölkerungsteile erreicht, die weniger netzaffin sind.

Rezo und Greta Thunberg gelten in der Digitalszene als Lichtgestalten dafür, wie sich Machtverhältnisse durch die Möglichkeiten der Vernetzung verschieben können – wie hier z.B. Jugend eine Stimme erhält.

Diese emanzipatorische Kraft hat das Leitmedium Digitalität scheinbar in erheblich kürzerer Zeit erreicht als das Leitmedium Buch. Leider ist das nicht ganz so einfach und bringt auch Probleme mit sich. Eine gewichtiges Problem sehe ich darin, dass emanzipatorische Bestrebungen und Kontrollverlust von etablierten Institutionen historisch betrachtet nie einfach hingenommen wurden, die mit dem Internet jetzt eine Vielzahl neuer Instrumentarien zur Verfügung haben. Im nächsten Kapitel über die Geschichte des Internets werden Sie mehr darüber erfahren, welche Mechanismen das genau sind und nach welcher Logik sie funktionieren.

Das Überangebot an Informationen im Netz überfordert Individuen zunehmend. Das Netz bietet auch Kräften Raum, die destruktiv-bewahrend agieren – das zeigt z.B. die Sichtbarkeit und netzpolitische Arbeit der Rechtspopulisten weltweit beeindruckend. Durch die staatenübergreifenden Vernetzung, wird es komplexer, gesetzgeberisch einzugreifen und zu regulieren. Die normative Steuerung des Netzes liegt nicht mehr ausschließlich in staatlicher Hand.

Die Anforderungen, sich in dieser Welt der Digitalität souverän zu bewegen, halte ich für hoch. Einige dieser Fähigkeiten habe ich im Folgenden zusammengetragen:

  • gesellschaftlich-kulturelle Aspekte abstrahieren
  • vernetztes Denken und Handeln
  • eigene Filterstrategien weiterentwickeln und reflektieren
  • kritisches Denken auf unterschiedlichen Ebenen (technisch, sachlich, gesellschaftlich).
  • usw.

Nach jedem Leitmedienwechsel habe ich formuliert, was aus meiner Sicht an Kompetenzen zusätzlich mit dazukommt. Wenn man sich sich die Kompetenzen inhaltlich anschaut, ist dabei durch die Zeit ein erheblich höherer Anspruch und eine erheblich höhere Komplexität erkennbar.

 

0050 – Typografie oder das Zeitalter des Leitmediums Druck

Mit der Erfindung des Buchdrucks um 1440 durch Johann Gutenberg war es möglich, Text zu vervielfältigen. Vorher wurden Kopien von Texte aufwändig in z.B. klösterlichen Schreibstuben angefertigt, wobei auch grafische Gestaltungselemente eine große Rolle spielten. Das war in den Anfängen des Buchdrucks alles andere als trivial. Die Gutenbergbibel musste im Vergleich zu handschriftlichen klösterlichen Abschriften aus dem Mittelalter nahezu schmucklos-nüchtern auf die lesekundigen Zeitgenossen gewirkt haben. Farbige Magazine, wie sie heute als Wegwerfprodukte millionenfach produziert werden, waren lange Zeit undenkbar.

Diese einfache Beobachtung zeigt, dass hinter dem für uns heute selbstverständlichen typografischen Verfahren eine immense technologische Entwicklung steckt – vom einfachen Drucksatz mit Bleilettern über rein fotografische hin zu digitalen Belichtungsverfahren bei der Erstellung der eigentlichen Druckvorlage. Aber ein technologischer Blick auf den Buchdruck reicht nicht aus, um seine Bedeutung für z.B. die mitteleuropäische Kultur zu erfassen.

Was wir heute gerne außer Acht lassen, ist die Tatsache, dass es sich bei der Typografie um eine Technologie handelt, bei der es geraume Zeit gebraucht hat, bis sie z.B. emanzipatorische gesellschaftliche Entwicklungen beförderte. Man sieht das recht gut auf dieser Grafik, die die thematische Verteilung von Bücher auf dem Londoner Buchmarkt um 1700 darstellt – also immerhin 250 Jahre nach der Erfindung des Buchdrucks.

Thenatische Verteilung der Buchveröffebtlichungen in London um 1700 als Tortengrafik

Londoner Buchmarkt um 1700 – Lizenz CC-BY (Olaf Simons)

Der Londoner Buchmarkt wird zu einer guten Hälfte von Büchern zu Divinity (religiöse Schriften) bestimmt. Die Natur- und Geisteswissenschaften, die wir heute eng mit dem Buchdruck verknüpft sehen, spielten eine untergeordnete Rolle. Mit die allerersten Druckerzeugnisse waren Ablassbriefe:

Ablassbriefe waren einseitig mit einem formelhaften Text in der Donat-Kalender-Type bedruckt, und die ersten Auflagen erschienen auf Pergament. Nach dem Kauf musste der Gläubige nur noch seinen Namen in das vorgesehene Feld eintragen und ihn bei der nächsten Beichte abgeben. Daraufhin wurden ihm Sündenstrafen erlassen. Die durch den Buchdruck geschaffene Vervielfältigungsmöglichkeit ermöglichte eine hohe Auflage und weite Verbreitung. Ein bis heute erhaltenes Exemplar ist durch eine handschriftliche Notiz auf den 22. Oktober 1454, ein weiteres auf den 26. Januar 1455 datiert.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Gutenberg#Ablassbriefe_(1454/1455)

Die Kirche als Institution bestimmte lange maßgeblich, was in welchem Umfang veröffentlicht wurde – quasi ein historisches Google mit immenser Marktdurchdringung. Stück für Stück entdeckten aber auch staatliche Institutionen die Möglichkeiten der neuen Technik.

Der mehr oder minder flächendeckende Einsatz des Buches im Bildungswesen kommt mit der allgemeinen Schulpflicht im 17. Jahrhundert. Das in diesem Kontext oft zitierte Preußen führte 1717 eine allgemeine Unterrichts- jedoch keine Schulpflicht ein, was bis zum Jahr 1918 auch so bleiben sollte (Hans-Georg Herrlitz, Wulf Hopf, Hartmut Titze, Ernst Cloer: Die Deutsche Schulgeschichte von 1800 bis zur Gegenwart. 5. aktualisierte Auflage. Juventa, Weinheim und München 2009). Das Interesse absolutistischer Herrscher der damaligen Zeit an einer schulisch gebildeten Bevölkerung dürfte sich eher mit Blick auf die erstarkenden Institutionen (u.a. Verwaltung, Militär) entwickelt haben – auch hier ging es zunächst weniger um das freie Individuum, als um die Ausbildung staatlicher und militärischer Funktionsträger. Der Bedarf an derartigen Arbeitskräften konnte nicht allein durch den Adelsstand gedeckt werden. Gleichwohl sollte sich historisch daraus das später erstarkende Bürgertum entwickeln. Ohne die Technologie Druck wären diese Vorgänge zumindest erheblich erschwert gewesen.

Es lässt sich aber jetzt schon etwas Wichtiges zeigen: Typografie als neues Leitmedium nützt zunächst eher den etablierten Institutionen wie der Kirche oder dem Staat. Sie verfügen über die Systeme, um zunächst Inhalte und deren Verbreitung zu kontrollieren. Emanzipatorische Entwicklungen brauchen noch Zeit, aber sie geschehen.

Typografie war Voraussetzung für noch eine weitere Entwicklung, die das Internet im Laufe seiner Geschichte immer mehr bestimmt hat, wie Sie im nächsten Teil dieses Buches noch ausführlicher sehen werden. Mit der Typografie erstarken die Märkte. Dabei sind keinesfalls die auch schon im Mittelalter bestehenden Verkaufsmärkte in Städten gemeint, sondern das, was wir heute meinen, wenn wir z.B. von freien Märkten sprechen.

Symbolische Darstellung der Verbindung von Typografie und Märkten

Symbolische Darstellung der Verbindung von Typografie und Märkten

Verschiedene Institutionen interagieren in Märkten miteinander: Um z.B. das europäische Kolonialsystem aufzubauen, bedurfte es u.a. Staaten, Banken, Börsen, wirtschaftliche Gesellschaften u.v.m.. Damit untereinander Informationen schnell ausgetauscht werden konnten, war die Typografie als ökonomisches Instrument dafür unverzichtbar. Stellen Sie sich eine Zeitung mit tagesaktuellen Aktienkursen ohne Drucktechnik vor, Genehmigungsvorgänge ohne gedruckte Formulare oder natürlich auch die Verbreitung von Wissen und Kultur ohne gedruckte Bücher! Vieles wäre auch allein auf skriptologischer Technologie denkbar – wie nicht nur das römische Reich historisch zeigt. Aber die Effizienz und Geschwindigkeit ist dabei eine andere. Mit dem Druck skalieren Prozesse auf einmal: Sie konnten Schulbücher in weit entfernte Kolonien exportieren, es war möglich, tagesaktuelle Nachrichten an viel mehr Menschen als je zuvor zu verteilen – alles unbedingte Voraussetzungen für funktionierende Märkte – und letztlich auch den Kapitalismus als bald marktbeherrschende Funktionslogik dahinter.

Es wäre aber mehr als verkürzt, den Druck allein als Wegbereiter des Kapitalismus zu begreifen. Durch und mit ihm entwickelten im mitteleuropäischen Raum z.B. Literatur und Musik zu einer vorher nie denkbaren Blüte. Zunehmend dominierten ab 1700 weltliche Inhalte den europäischen Buchmarkt. Bis heute haben z.B. die Werke von Schiller und Goethe im schulischen Literaturkanon einen festen, kaum wegdenkbaren Platz. Warum welcher Autor jedoch zu Bekanntheit gelangte, war schwer vorhersehbar und hing nicht selten von Zufällen ab. Dass der Buchdruck für die Verbreitung eine gewichtige Rolle spielte, scheint hingegen sicher.

Die Typografie als neue Kulturtechnik verlangte im Gegensatz zur Skriptografie nach nochmals erweiterten Fähigkeiten.

  • Die Fähigkeit externe Gedankenmuster in eigene Gedankenstrukturen zu übertragen
  • Die Bewertung von Texten auf unterschiedlichen Ebenen (z.B. sachlich, ästhetisch, im Hinblick auf die Herkunft)
  • Die Entwicklung erster Filterstrategien für z.B. unzuverlässige Informationen (z.B. in pietistischer Erweckungsliteratur)