0010 – Was bedeutet eigentlich „digital“?

Sie haben bestimmt schon einmal Grafiken über Artikeln gesehen, die sich mit Digitalisierungsthemen beschäftigen – insbesondere in Schule.

Es sind Politiker abgebildet, die vor interaktiven Tafeln stehen und stolz verkünden, dass es nun endlich losginge mit der Digitalisierung der Schulen. Fröhliche Kinder halten sich Tabletcomputer mit aktivierter Rückkamera vor das Gesicht, so dass selbiges kristallklar auf dem Display erscheint – quasi das digitalisierte Gesicht vor dem analogen Gesicht – besser lässt sich das nicht zeigen, was Digitalisierung eben nicht ist: Etwas Analoges auf Gedeih und Verderb technisch zu digitalisieren.

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Wir tauschen in Schule Kreide gegen den digitalen Stift auf dem digitalen Tafeldisplay – aber eigentlich schreiben wir genau so wie früher – nur auf einem nun sündhaft teurem Gerät, das beschafft, gewartet, mit Strom versorgt und schließlich irgendwann entsorgt werden will.

Wenn Sie bisher Digitalisierungsthemen in Schule skeptisch gegenüberstanden, frohlocken Sie womöglich beim Lesen dieser doch recht kritischen Einführung. Als Befürworter digitaler Technik überlegen Sie wahrscheinlich an dieser Stelle, ob das Geld für dieses Buch wirklich gut angelegt war bei diesem technikfeindlichen Aufschlag. Oder Sie sind ein Pragmat und denken: Ja gut, aber Filme zeigen und interaktive Übungen, das ging früher an der Kreidetafel nicht! Warum jetzt also diese Metaebene?

Aber was ist denn nun diese Digitalisierung? Wie bei vielen komplexen Themen lohnt sich ein Blick in die Geschichte – kommen Sie also zunächst mit auf eine kleine Reise durch die Geschichte der Medialität.

Wer das alles genauer und wissenschaftlicher haben möchte, kann es bei Axel Krommer – wiederum nicht ohne kritische Anklänge – nachlesen und bei Lisa Rosa nachschauen: